June 24, 2019

Veganes Kürbisbrot – glutenfrei und fettarm

Veganes Kürbisbrot – glutenfrei und fettarm

Mit Kürbisbrot verbinde ich einige meiner frühsten Kindheitserinnerungen. Jeden Herbst gab es bei uns selbstgemachtes Kürbisbrot, das nicht nur durch seinen Geschmack, sondern auch durch seinen herrlichen Duft überzeugte. In meiner Heimatstadt gab es eine Bäckereikette, die abgesehen von meiner Mama, das Rezept für das perfekte Kürbisbrot zu haben schien. Dort habe ich natürlich nach der Schule gerne mal vorbeigeschaut. Ehrlich gesagt will ich gar nicht wissen, was da alles drin war. Eine Zuckerbombe war es allemal.
 
Nachdem ich aus meiner Heimat weggezogen bin, packte mich plötzlich wieder die Lust auf das gute alte norddeutsche Kürbisbrot. Doch alle Bäcker, die ich weit weg von zu Hause, absuchte, schienen nicht zu wissen, was ich mit meinem Kürbisbrot meinte. Statt eines hellen, süßen saftigen Brotes wollten sie mir vielmehr ein rustikales Kürbiskernbrot anbieten. Dass dies bestimmt auch gut geschmeckt hat, stand außer Frage. Meine Kindheitserinnerungen an Bastelabende mit Peterson & Findus rief es jedoch nicht hervor.
 

Ein gesundes Kürbisbrot?

 
Und so verging wieder einige Zeit bis ich bei einem Heimatbesuch in den Genuss meines geliebten Kürbisbrotes kam. Denn auf die Idee es einfach mal selbst zu backen bin ich nicht mal gekommen. Keiner konnte es schließlich so gut wie Mama – und Herr Hellweg vom Bäcker nebenan.
 
Als ich mich entschloss, mich vegan zu ernähren, änderte meine Mama sogar extra ihr Rezept, mit einem – wie ich finde – noch besseren Ergebnis. Diesen Herbst entschloss ich mich nun auf das vegane Kürbisbrot noch einen drauf zu setzen und selbst in der Küche aktiv zu werden: ein gesundes Kürbisbrot musste her. Wahrscheinlich weniger durch mein Können als durch eine Portion Glück, gelang mir so direkt beim ersten Versuch ein leckeres veganes Kürbisbrot, das selbst meinen Papa (den härtesten Kritiker) überzeugt hat. Und ja, heute ist auch dein Glückstag! Denn das leckere Rezept kann ich natürlich nicht länger für mich behalten. Nach meinen Kürbisspalten mit Joghurt-Tahini-Dip und dem Kürbisrisotto mit Hirse folgt nun ein weiteres Kürbisrezept, dass definitiv das Zeug zu meinem Lieblingsrezept hat.

 

Das Kürbisbrot ist fettarm, auf Wunsch glutenfrei (einfach glutenfreie Haferflocken zu Mehl mahlen), ohne raffinierten Zucker und natürlich ohne tierische Produkte. Lass es dir schmecken!

 

 

[recipe title=“Veganes Kürbisbrot – glutenfrei und fettarm“ servings=“8″ time=“40 min + Gehzeit“ difficulty=“leicht“ image=“https://healthylena.de/wp-content/uploads/2016/10/Kuerbisbrot_3.jpg“ description=““]

 
[recipe-ingredients]
Du brauchst:
 

  • 350 g Dinkelmehl (nicht glutenfrei) oder glutenfreies Hafermehl oder Reismehl (dann ist das Brot glutenfrei;) siehe oben!)
  • 100-150 ml lauwarmer Pflanzendrink (wie z.B. Hafermilch oder Mandelmilch)
  • 1 Packung Trockenhefe
  • 1 Prise Salz
  • 100-150 g Dattelmus oder Ahornsirup
  • 200 g gekochter und pürierter Hokkaido-Kürbis
  • 4-5 EL Mehl zum Bestäuben
  • 1 Prise Zimt & Muskat

 
 
[/recipe-ingredients]

[recipe-directions]
Die Pflanzenmilch in einem Topf erwärmen. Vorsicht: nicht zu heiß werden lassen! Trockenhefe, Pflanzenmilch und Süßungsmittel verrühren. Dinkelmehl, Zimt, Muskat und Salz in eine Schüssel geben. Sobald die Trockenhefe Bläschen schlägt, die Mischung zum Mehl hinzufügen. Zu einem festen Teig kneten. Falls er zu feucht oder trocken sein sollte, etwas mehr Mehl oder Pflanzenmilch hinzufügen. An einem warmen Ort abgedeckt eine halbe Stunde gehen lassen. Den pürierten Kürbis hinzufügen und erneut gut durchkneten. Bei Bedarf mit Mehl bestäuben, so dass der Teig nicht zu feucht ist. Weitere 30 Minuten gehen lassen. Erneut gut durchkneten und den Teig in eine (Silikon- oder gefettete) Kastenform geben. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Schüssel mit heißem Wasser auf den Boden des Ofens stellen und das Brot für 30 bis 40 Minuten backen. Genießen!
 
[/recipe-directions]
[/recipe]

 
 

Dir gefällt das Rezept und du machst es nach? Ich würde mich freuen, wenn du deine Kreationen unter #healthylena auf Instagram oder Facebook mit uns teilst!

 
[yop_poll id=“9″]
 

Veganes Kürbisbrot gesund lecker einfach Herbst kürbisrezept bestes

Allgemein , Desserts & Gebäck , Fettarm , Frühstück , Glutenfrei , Ohne Soja , Ohne Zucker , Rezepte , Snacks

29 thoughts on “Veganes Kürbisbrot – glutenfrei und fettarm

  1. ohh du kommst genau zur richtigen Zeit mit deinem super Rezept meine Liebe :)
    ich bin gerade total im kuinarischen Kürbis-Wahn und probiere viele verschiedene Rezepte aus. habe auch nach so einem Kürbisbrotrezept gesucht … die Krume soll ja besonders fluffig mit Kürbis sein!
    super und lieben Dank dir. wird auf jeden Fall ausprobiert!

    hab noch einen tollen Sonntag meine Liebe,
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

    1. Lena sagt:

      Danke dir, Tina :) Na super, dann passt das ja perfekt! Viel Spaß beim Nachbacken und schönen Sonntag dir noch!

  2. Also momentan esse ich ja fast nur noch Gerichte mit Kürbis und jetzt kommt schon wieder so ein tolles Rezept angeflattert. Die norddeutsche Kürbisbrot Variante schmeckt echt am allerbesten und kenne ich von Oma und Mama. :-)

    Viele liebe Grüße
    Rebecca

    1. Lena sagt:

      Oh super, das freut mich, Rebecca ;) Ich scheine zurzeit auch quasi von Kürbis zu leben :P Aber man muss die Saison ja bestmöglich ausnutzen!

  3. Alex sagt:

    Ich finde das Rezept hört sich super an. Ich habe allerdings keinen Hokkaido um spontan drauf los zu backen. Funktioniert das nur mit Hokkaido oder auch mit anderen Arten wie Butternut? Viele Grüße

    1. Lena sagt:

      Hi Alex, mit Butternut-Kürbis sollte es genauso gut funktioieren ;) Viel Spaß beim Nachbacken!

  4. Tabea sagt:

    In meiner ganzen Kindheit hat Mama nie einen Kürbis in der Küche benutzt, glaube ich. Kürbisse begegneten mir tatsächlich also erstmals auf Unmengen von Blogs, als ich anfing, auch Blog zu lesen, die unter anderem Rezepte zeigen.

    Kürbisbrot klingt allerdings gar nicht so schlecht, wobei ich sowas auch nur selbst machen würde und nirgends kaufen – denn da ist ja dann sicher viel Zeug drin, was ich nicht drin haben will ;)

    Dass deine Mama ihr Rezept für dich angepasst hat, ist ja echt super lieb – aber dass du nun sogar eine gesunde Variante gefunden hat, die harte Kritiker überzeugt, ist wirklich spitze! Da hoffe ich doch, dass du noch öfter von der nötigen Portion Glück gesegnet wirst, damit du uns weiterhin mit Rezepten versorgen kannst ;)

    Das Kürbisbrot muss ich mir mal abspeichern – falls ich doch mal Lust habe, Kürbis eine weitere Chance zu geben.

    Liebe Grüße

    1. Lena sagt:

      Dem Kürbis würde ich unbedingt noch eine Chance geben ;) Viele Leute, die Kürbis pur nicht so gerne mögen, sind großer Fan vom Kürbisbrot. Vielleicht ist es bei dir ja ähnlich, Tabea ;)

  5. Lisa sagt:

    Hey Lena,
    das Rezept klingt toll, allerdings habe ich gerade keine Möglichkeit, meine glutenfreien Haferflocken zu mahlen, meinst du, es geht auch so? Dann sollte das Brot ja nur etwas körniger werden.

    1. Lena sagt:

      Hmm, das ist schwierig. Du kannst es auf jeden Fall versuchen, aber ich würde für das optimale Ergebnis dann lieber ein anderes glutenfreies Mehl nehmen, wenn es glutenfrei sein soll ;) Guten Appetit auf jeden Fall, Lisa :)

  6. Lisa sagt:

    Ein ganz, ganz, ganz tolles Rezept, liebe Lena. Ich backe sehr gerne Brot und liebe es, neue Variationen auszuprobieren. Selbstgemachtes Brot schmeckt dann doch immer am Besten :) – von Kürbisbrot habe ich bis jetzt auch noch nie etwas gehört, aber da man mit Kürbis generell schon Kuchen backen kann, liegt es praktisch auf der Hand, auch ein Kürbisbrot zu backen. Das Rezept klingt wirklich verlockend und ich hab es mir gleich mal abgespeichert. Ich liebe es nämlich, wenn mein Brot zur Jahreszeit passt (z.B. gibt es im Sommer oft selbstgebackenes Tomatenciabatta. Hmmm herrlich :))

    Liebste Grüße
    Lisa
    http://www.mycafeaulait.at

    PS: Glaubst du, schmeckt/ gelingt es auch ohne die Süße von Agavendicksaft oder Dattelmus? Ich esse meine Brote nämlich sehr gerne mit pikanten Aufstrichen :))

    1. Lena sagt:

      Vielen lieben Dank, Lisa :) Freut mich, dass du ebenfalls so backverrückt wie ich bist! Klar, das Brot schmeckt garantiert auch in der pikanten Version. Ein Esslöffel Süße müsstest du aber schon für die Hefe hinzufügen, damit diese funktioniert. Den Rest könntest du aber reduzieren und stattdessen zum Beispiel andere Gewürze verwenden ;) Lass es dir schmecken!

  7. Katharina sagt:

    Liebe Lena,
    Danke für das Rezept, das hört sich wirklich super lecker an ???
    Ich „schleiche“ schon eine Weile drum rum, habe mich aber noch nie wirklich rangetraut… Nun möchte ich es aber baldmöglichst mal ausprobieren!
    Eine Frage habe ich: wie kochst Du denn den Kürbis weich? Ich Frage, weil davon ja der zusätzliche Flüssigkeitsgehalt abhängt, wenn Du ihn bspw mit etwas bzw mehr Wasser kochst & Pürierst.

    Danke im Voraus ?
    Liebe Grüße

    1. Lena sagt:

      Vielen lieben Dank, Katharina :) Trau dich unbedingt mal ran, das Brot ist echt so lecker! Den Kürbis habe ich im Ofen gegart. Ich habe ihn halbiert und dann etwa 30 Minuten bei 180 Grad gebacken bis er weich war ;)

  8. Maria sagt:

    Super leckeres Brot! Ich mach es grad zum zweiten Mal. Beim ersten Mal hab ich gedacht, dass es komisch ist, den Kürbis erst nach der ersten Gehzeit hinzuzufügen, dann verbindet er sich nicht mehr so mit dem Teig. Jetzt hab ich den Kürbis gleich zum Teig gegeben – dadurch wurde er aber viel feuchter und ich brauchte ca 400g Mehl… Deine Version ist also schon die beste :-D
    Beim ersten Mal hatte Hokkaido und hab den Rest zur Suppe verarbeitet. Jetzt hatte mein Mann keine Lust mehr auf Suppe- aber 200g Kürbis bekommt man ja schlecht einzeln. Habe aber dafür diese Mikrowellenkürbisse entdeckt. Die machen sich gut, einfach einen kleinen 5min in die Mikrowelle, dann aufschneiden und Kerngehäuse entfernen und nochmal 5min rein. Dann kann man das gare Fruchtfleisch aus der Schale kratzen und pürieren :-)

    1. Lena sagt:

      Vielen lieben Dank, Maria :) Freut mich riesig, dass dir das Kürbisbrot genauso gut schmeckt! Super Tipp ;)

  9. Dory sagt:

    Liebe Lena,
    Ich habe das wirklich sehr köstliche Brot gebacken! Ich hätte keinen Kürbis und somit habe ich diesen durch Süßkartoffeln ersetzt und es schmeckt sensationell!
    Leider habe ich einen kleinen Fehler begangen und habe wärend des backens mit einem kleinen Stab in das Brot gestochen, um zu sehen ob es fertig ist.
    Leider ist es etwas zusammengefallen, aber es ist trotzdem saftig , locker und so lecker.
    Danke für das schöne Rezept.
    Liebe Grüße Dory

    1. Lena sagt:

      Ach super, das freut mich, Dory :) Vielen lieben Dank für dein Feedback! Dann lass es dir mal schmecken ;)

  10. Sophie sagt:

    Ausprobiert und für super gut befunden ?
    Wir backen unser Brot jede Woche frisch und ich bin immer für Abwechslung dankbar.
    Durch Zufall bin ich über Pinterest auf dein Rezept gestoßen und habe gleich den Rest vom Kürbis verarbeitet.
    Mal sehen was Mann und Kind dazu sagen. Ich finde es mega gut.
    Super dazu frische Avocado ?

    1. Lena sagt:

      Ach super, das freut mich! Dann lasst es euch mal schmecken, Sophie :) Hoffe, es schmeckt allen!

  11. Anna sagt:

    Hallo,

    würde das Brot gerne nachbacken… wie gross ist denn deine Form gewesen?

    LG

    1. Lena sagt:

      Hallo Anna,
      ich habe eine Kastenform (30 x 11 cm) verwendet.
      Viel Spaß beim Nachbacken!

      Liebe Grüße
      Lena

Comments are closed.