December 14, 2018

5 Gründe gegen vegan – Warum die vegane Ernährung eventuell nichts für dich ist

5 Gründe gegen vegan – Warum die vegane Ernährung eventuell nichts für dich ist

Ganz ehrlich: Vegan ist nicht für jeden was. Heute zeige ich dir 5 Gründe, weshalb die vegane Ernährung möglicherweise gar nicht zu dir passt. Treffen die Gründe gegen vegan auf dich zu?

 

5 Gründe gegen vegan

 

Gründe gegen vegan warum du nicht vegan werden solltest
 

#1 Du hast Angst vor Veränderung

 

Wer Angst davor hat, etwas Neues in sein Leben zu ziehen, der sollte von der veganen Ernährung besser die Finger lassen. Wenn man sich bisher gemischt ernährt hat, dann stellt die Umstellung auf vegan eine große Veränderung dar. Eine Veränderung, die zwar zunächst Angst machen kann, die sich aber unglaublich lohnt. Viele Veganer berichten, dass sie sich körperlich besser fühlen und sich ihr Horizont nicht nur ernährungstechnisch sehr erweitert hat. Das hätten sie nie herausgefunden, hätten sich nicht in unbekannte Gewässer begeben und der Veränderung eine Chance gegeben.

 

#2 Vegan ist dir zu kompliziert

 

Wenn du deine Komfortzone nur ungern verlässt, dann ist vegan bestimmt nichts für dich. Besonders am Anfang muss man sich einigen Herausforderungen stellen. ‚Was kann ich jetzt noch essen? Wo kaufe ich nun ein?’ sind da nur einige der Fragen, die du dir stellen musst. Die gute Nachricht: Hast du die Umgewöhnungsphase hinter dich gebracht, geht dir die vegane Ernährung so in „Fleisch und Blut“ über, dass sie kaum noch Anstrengungen erfordert. Unterwegs gibt es immer mehr vegane Angebote und auch die Supermärkte sind bestens ausgestattet. Wenn du also bereit bist, den extra Schritt zu gehen, wirst du sehen wie unkompliziert ein veganer Lifestyle sein kann. Vorausgesetzt du gehst mit der richtigen Einstellung heran – Meckern kann schließlich jeder.

 

Gründe gegen vegan warum du nicht vegan werden solltest

 

#3 Du machst dir nichts aus den Tieren und der Umwelt

 

Wenn du gerne blind vor dich hinlebst und nur ungern an die Konsequenzen deines Handelns denkst, dann bleibt besser bei deiner bisherigen Ernährung. Wer sich nämlich gar nichts aus den Tieren und der Umwelt (sowie der eigenen Gesundheit) macht, der wird mit vegan nicht viel anfangen können. Wenn du dir stattdessen lieber einreden möchtest, dass dein persönliches Handeln ja nichts mit der Massentierhaltung und gequälten Tieren zu tun hat, dann wirst du diese Sicht wohl auch nicht so schnell ändern können. Falls dir doch plötzlich klar werden sollte, dass dieses ungute Gefühl im Bauch, wenn du an die Herkunft deines Essens denkst, ja seine Gründe haben wird, weißt du ja, wo du mich findest ;)
 
 Gründe gegen vegan warum du nicht vegan werden solltest
 

#4 Dein Umfeld unterstützt dich nicht

 

Alle sind gegen mich – dieses Gefühl kann man als Veganer ganz schnell entwickeln. Neben den Medien sind es eben auch die Arbeitskollegen oder sogar die eigene Familie, die gerne auf den ‚Vegan-Hater-Zug mitaufspringen. Muss man sich da ein dickes Fell zulegen? Klar! Ist die Angst vor dem Feedback aus dem Umfeld ein Grund es nicht zu versuchen? Ganz klar, nein! Mittlerweile gibt es so viele Wege, sich Unterstützung zu holen, dass man durch die Umstellungsphase definitiv nicht alleine durch muss. Meine exklusive Facebook-Gruppe ist zum Beispiel die perfekte Anlaufstelle für Gleichgesinnte.
 
Mal davon abgesehen solltest du nicht vergessen, dass du selbst für die Entscheidungen in seinem Leben verantwortlich bist. Dass du dir der Anfangsphase vielleicht ein paar Sprüche anhören musst, ist da nur ein kleines Übel. Da stehst du doch drüber oder etwa nicht?
 

#5 Vegan ist dir zu teuer

 

„Vegan geht ganz schön ins Geld!“ Zu dieser Annahme kann man schnell kommen, wenn man sich die Preise von Ersatzprodukten und Superfoods anschaut. Jede Ernährung ist allerdings nur so teuer, wie man sie gestalten möchte. Falls du bereit bist deine Vorurteile über Bord zu werfen, kann ich dir nämlich verraten, dass die vegane Ernährung alles andere als teuer sein muss. Im Gegenteil! Sich günstig und gesund zu ernähren stellt keine Schwierigkeit dar, wenn man sich an ein paar Regeln hält. Überzeuge dich doch einfach selbst!

 

Gründe gegen vegan warum du nicht vegan werden solltest 
 
Dir gehen die Ausreden aus? Dann probiere es doch ganz unverbindlich mal mit vegan. Die Gründe dafür sind vielfältig. Mein kostenloser Vegan-Guide hilft dir bei der Umstellung und klärt wichtige Fragen. Ich freue mich, dass du den Schritt gehst und etwas Neues wagst!
 
 

Gründe gegen vegan warum du nicht vegan werden solltest

Allgemein , Besseres Leben , Empfehlungen , Lifestyle , Tipps

5 thoughts on “5 Gründe gegen vegan – Warum die vegane Ernährung eventuell nichts für dich ist

  1. Danielle sagt:

    Sehr guter und sehr wichtiger Beitrag! Es nervt mich jedes Mal, wenn Nicht-Veganer behaupten, Vegansein sei zu teuer. Und was ist denn so teuer an Obst und Gemüse? In Bio-Qualität kann das ja schon teuer werden, aber man kann sich die wichtigsten Bestandteile einer veganen Ernährung (Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Bohnen, etc.) auch günstig bei Aldi oder Lidl kaufen. Es sind schließlich die Fleischprodukte, die richtig teuer werden, wenn man die eigentlichen Kosten (ökologische Auswirkungen, Verlust von Lebensmitteln, die als Tierfutter verwendet werden statt Menschen zu ernähren, Subventionen für Massentierhaltung, etc.) mit einrechnet. Dieses Image von vegan als teure Superfood-Ernährung, die gerne von den Lebensmittelherstellern verbreitet wird, ist total irreführend und hält viele Leute leider ab, die vegane Ernährung auszuprobieren.

    Ich bin sehr begeistert von deinem Blog, und ich glaube, es ist sehr wichtig was du hier machst. Ich habe auf meinem Blog ein paar Mal über vegane Ernährung geschrieben, aber ich würde es in Zukunft gerne öfters machen. Ich bin von deinem Blog inspiriert und freue mich auf deine kommenden Beiträge :)

    Danielle | solongusa.blogspot.com

    1. Lena sagt:

      Vielen lieben Dank, Danielle :) Ich freue mich sehr über deinen Kommentar!

    2. Lea sagt:

      Liebe Lena

      Du hast diesen Artikel wirklich gut geschrieben. Auch die Überschrift ist klasse. Ich hab nämlich genau deshalb angefangen zu lesen, weil ich gehofft habe, Gründe zu finden, die tatsächlich gegen vegan sprechen. Ich selbst bezeichne mich als Flexitarierin, das heisst, ich probiere sehr gerne vegetarische und vegane Rezepte aus, kann aber auch mal in der Mensa zu einem Lachsfilet greifen, wenn mir danach ist und auch mangels gleich leckeren und gleich gesunden vegetarischen/veganen Alternativen. Und sollte es doch mal ein Fleisch sein, beispielsweise einen grossen Braten für das Sonntagsfestessen für alle, dann kaufe ich das Biofleisch aus der Region.

      Für mich habe ich rausgefunden, dass eine komplette, radikale Umstellung mich tatsächlich überfordern würde. Lieber probiere ich viel Neues aus, kaufe mich durch alle Pflanzendrinks aus dem Bioregal, versuche mich an selbstgemachter Cashew-Milch, versuche, wie und ob mir der Latte-Macchiato, den ich um 10.00 Uhr im Büro einfach brauche, auch mit der süssen Reismilch schmeckt (ist total scheusslich) und welche Alternativen es gibt. Auch meine Lieblingsmuffins (Himbeer-Muffins aus hellem Rührteig) versuche ich mal vegan herzustellen (kann gelingen, nur für das Frischkäsetopping habe ich noch nichts veganes gefunden, das ähnlich frisch, cremig und leicht säuerlich schmeckt, wie halt der Frischkäse). Und ich bringe meine Resultate der veganen Backkunst auch gerne mal mit ins Büro, und wenn sich jemand begeistert nach dem Rezept erkundigt, dann gebe ich ihm das vegane Rezept selbstverständlich weiter. Ich geh gerne mal auf den Biohof und stelle dort mit der Bäuerin zusammen gemeinsam Mozzarella, Butter, Rahm und Joghurt her, weli das einfach riesen Spasse macht. Die frische Milch holen wir direkt von den Kühen im Stall nebenan und machen uns dann an die Produktion, indem wir die Milch mit den unterschiedlichen Bakterienkulturen versetzen und uns darüber freuen, welch eine Vielfalt an Produkten sich aus der ein und der selben Milch herstellen lassen. Mir gefällt das Zusammenleben von Tier und Mensch auf dem Hof und neben den Nutztieren hält die Biobäuerin auch eine Vielzahl von Mitbewohnern wie die langen Stockenten, mehrere Hunde, Katzen und einen Pfau. Für die Kindergarten und Schulkinder in der Nähe ist dieses Biotop aus Zusammenleben, Nutztierhaltung und Pflege von Tieren wahnsinnig spannend und es gibt viele Exkursionen dahin.

      Weshalb ich aber schreibe, und was für mich ein wirklicher Punkt ist, der gegen eine radikal-vegane Umstellung spricht, ist, falls man mal mit einer Esstörung zu kämpfen hatte. Weil es ist so, dass man sich vor allem in der Anfangszeit und wenn man sich häufig auch nicht zu Hause verpflegen kann, veganes Essen sehr viel Bewusstsein und Aufmerksamkeit und viele Gedanken ans Essen und die nächste sinnvolle Mahlzeit voraussetzt. Für Menschen, welche lange wieder lernen mussten, den Genuss am Essen zu finden und auch, dass Essen keine Sünde ist, für die ist für mich vegane Ernährung eine Art Flucht wieder in alte Verhaltensmuster. Dieses ständige Kreisen der Gedanken ums Essen, die Bekämpfung von Gelüsten, das stolze Vorbeimaschieren in der Mensa am saftigen Tageshit vom Grill, um stattdessen den schlechtgekochten Bulgurheintopf zu schöpfen, diese „Extrawurst“, die man als vegane Person in der heutigen Gesellschaft noch immer braucht, den Geburtstagskuchen vom Arbeitskollegen, den man nicht mitessen kann, schlicht, das sich wieder Absondern und etwas vom kulturell wichtigsten, was das Essen mit sich bringt, nämlich das gemeinsame Ritual, von dem man sich wieder rausnehmen muss in noch viel zu vielen Situtationen, sind für mich tatsächliche Gründe gegen striktes vegan, und weit entfernt von Ausreden.

      Noch ein zweiter Gedanke dazu: Es klingt sektiererisch, dass man sich ja online in vielen Communities austauschen könne, wenn das reale Umfeld halt noch anders tickt. Vegan ist keine Ernährungsweise, sondern eine Lebenshaltung, welche einem in der heutigen Gesellschaft und der Esskultur noch immer von vielem ausschliesst. Sogar so krass, dass man sich idealerweise die neu dazugewonnenen Freunde nach diesem Kriterium auswählt. Genau so, wie ein radikaler Christ oder Muslim sich mit der Zeit vermehrt nur noch mit Leuten abgibt, die das selbe Gedankengut und die selben Einstellungen und Rituale pflegen. Wenn jemandem das zu Recht viel zu eng ist, ist dies auch keine Ausrede, sondern ein tatsächlicher Grund, der gegen eine komplette Umstellung spricht. Nur schon das Wort „Umstellung“, beinhaltet für mich bereits ein Warnsignal. Auch immer wieder diese Anspielungen auf eine Erweiterung des Bewusststseins und das Versprechen, wie viel besser man sich durch vegane Ernäherung fühlen wird, klingen für mich nach Sicentology.

      Für mich ist der Königsweg, dass man mit viel Spass am Kulinarischen, mal immer wieder neues ausprobieren darf. Dass man als Gedanken an die Umwelt seinen Konsumvon tiereischen Produkten kritisch hinterfragt und in der Konsequenz einschränkt. Dass man nicht mehr aus Gewohnheit die Pizza mit Schinken oder Thunfisch, sondern mal die Gemüsepizza bestellt. Dass man beim nächsten Grillfest dieses leckere Rezept mit der Süsskartoffel und dem grünen Pesto ausprobiert und auch ganz viel Gemüse mit auf dem Grill schmeist und eine rieseige Antipasti-Platte damit macht, über welche auch die hartgesottenen Karnivoren herfallen. Dass man aber auch mal am Sonntag an Gedenken an die liebe Oma deren Braten für alle kocht, und dass man das Fleisch dafür bei einem Biobauern aus der Region holt, der mit viel Liebesmühe und Arbeit sein Unkraut von Hand jätet und den Tieren bis zum Schlachthof ein schönes Dasein ermöglicht hat. Diese Tradition kann man pflegen und gleichzeitig am Ende den leckeren veganen Nusskuchen servieren, den alle so mögen und zu dem man den lieben Eltern auch Schlagsahne serviert, um selbst dann auch einen grosszügigen klecks draufzutun. Am nächsten Sonntag gibt es dann eine Tavolata, an dessen Ende der Mann der Schwester verblüfft feststellt, dass das super leckere Essen zu Ende ist und er nicht mal gemerkt hat, dass kein Fleisch dabei war (jedoch Milch und Eier usw. schon, muss ja nicht gleich übertreiben :-)) Das heisst für mich Freude am Essen, der Esskultur, dem Zusammensein, der bewussten und gesunden Ernährung und Mut, Traditionen weiterzuentwickeln.

      Alles Liebe
      Lea

      1. Lena sagt:

        Hallo Lea,

        vielen lieben Dank für deinen ausführlichen Kommentar und dein Feedback.
        Wie du bestimmt mitbekommen hast, schreibe ich natürlich niemanden vor, wie er sich zu ernähren hat. Ich möchte Alternativen aufzeigen, inspirieren mal etwas Neues auszuprobieren und das auf eine positive Art. Klar möchte ich an der einen oder anderen Stelle auch mal zum Nachdenken anregen. Es gibt nun mal vieles was falsch läuft (Massentierhaltung etc.) und dagegen möchte ich gerne meine Stimme erheben.

        Deinen Punkt mit den Essstörungen kann ich sehr gut nachvollziehen. Bei solchen Problemen würde ich ebenfalls niemanden anraten auf eigene Faust eine Ernährungsumstellung zu vollziehen. Für mich spielt ebenfalls der Genuss am Essen eine große Rolle, doch das schließt sich für mich persönlich in Verbindung mit vegan nicht aus. Generell ist es so, dass ich vegan nicht als Trend verstehe, sondern als logische Konsequenz aus meinen persönlichen Wertvorstellungen (ich möchte kein Tierleid unterstützen, umweltbewusst leben etc). Diese priorisiere ich dann in bestimmten Fällen. Ich möchte nochmal hervorheben, dass ich nichts von Exklusivität und diesem Ausschlussgedanken halte. Warum ich Leuten raten, sich Gleichgesinnte zu suchen, liegt daran, dass für jene, die sich für diesen Schritt entschieden haben (und das ist schließlich jedem selbst überlassen) die richtige Unterstützung sehr hilfreich sein kann. Das Wort Umstellung ist ja Definitionssache und garantiert nicht nur auf vegan etc. gemünzt. Wenn ich mich entscheide Crossfit zu machen, wo ich sonst doch sehr unsportlich war, ist das ja auch eine Umstellung. Es tut mir leid, dass du dich an diesen Begrifflichkeiten störst. Ich kann nur immer wieder versichern, dass ich rein gar nichts davon halte, sich abzusondern und dass ich die Veganer auch nicht als eine Art Untergruppe verstehe, die unter sich bleiben sollte. Im Gegenteil! Für mich persönlich gibt es vielfältige Gründe, der veganen Ernährung (im eigenen Tempo und bestimmt nicht ausschließlich zu 100%) mal eine Chance zu geben. Auch der gesundheitliche Aspekt spielt für mich eine große Rolle, da ich im eigenen Familienkreis viel mit Krankheitsfällen konfrontiert bin, die teilweise hätten verhindert werden können. Ich möchte mich hier auch gar nicht rechtfertigen, ist doch super, dass jeder seine eigene Meinung hat, ich möchte nur meine Beweggründe darlegen ;)

        Ich freue mich jedenfalls, dass du den Weg zu meinem Blog gefunden hast und offen für vegane Gerichte bist. Das finde ich richtig super, denn genau diese kleinen Änderungen im Alltag sind es ja, die eine Veränderung bewirken.

        Liebe Grüße
        Lena

  2. Petra sagt:

    Super Artikel! Du hast mich voll getriggert, weil ich Veganerin bin und gespannt war, was da wohl mal wieder jemand zusammenschreibt, warum vegan angeblich so ungesund ist. Aber dann kam Gott sei Dank doch dein großartiger Artikel. :) Das einzige, was an veganer Ernährung nicht ganz so optimal ist, ist meiner Meinung nach, das man B12 supplementieren muss. Aber das stört mich überhaupt nicht. Da nehme ich einfach Kapseln von ein und alles ist gut. Dafür tue ich so viel gutes für die Tiere und unsere Umwelt. Ich finde das ist es voll wert. :-)

    LG
    Petra

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