November 15, 2018

7 Dinge, die mich am Vegan werden vollkommen überrascht haben

7 Dinge, die mich am Vegan werden vollkommen überrascht haben

Da denkst du, du bereitest dich einigermaßen gut vor und dann sowas: du wirst vollkommen überrascht! Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt ;) Aber so ist es nunmal im Leben und nicht anders bei einer Ernährungsumstellung. Heute verrate ich dir 7 Dinge, die mich am Vegan werden komplett überrascht haben… Dich vielleicht auch?

 

7 Dinge, die mich am Vegan werden überrascht haben

 
7 dinge, die mich am vegan werden vollkommen überrascht haben

#1 Ich vermisse nicht die Dinge, von denen ich es erwartet hätte

 
Allen voran Käse. Nicht umsonst lautet bei vielen die Devise: Ohne Käse, ohne mich! Aber ob ihr’s glaubt oder nicht: Mein Verlangen nach Käse war plötzlich verschwunden. Solange man Käse isst, sorgen die Suchtstoffe darin dafür, dass du weiter nach ihm verlangst. Wieso Suchtstoffe? Weil Käse aus Milch gemacht wird und die ist eigentlich nicht für uns, sondern für die Babykuh gedacht. Die Morphine in der Milch sind dazu da, die Beziehung von Mutterkuh und Kalb zu stärken und das Kleine zu beruhigen. Verstehst du jetzt, warum sich viele nicht vorstellen können auf Käse zu verzichten? Nachdem ich mich mehr über die Milchindustrie informiert habe, rufen Milchprodukte also schon lange kein Verlangen, sondern vielmehr Ekel in mir hervor. Bei Fleisch und Eiern ist das nicht anders. Erwartet hätte ich das früher nie!

 

#2 Ich fühle mich viel wohler in meiner Haut

 
Mehr Energie, bessere Verdauung und schnellere sportliche Regeneration – das sind nur einige der Konsequenzen, die seit meiner Ernährungsumstellung eingetreten sind. Zudem bin ich viel seltener krank und fühle mich insgesamt einfach viel wohler in meinem Körper. Wer hätte das gedacht?! Gerade, wenn man sich das Vorurteil vom schwächelnden unterernährten Veganer vor Augen führt…

 

#3 Ich spare auch noch Geld

 
Was zunächst völlig verrückt klingt, ist die reine Wahrheit. Seitdem ich mich vegan ernähre, gebe ich weniger Geld für Lebensmittel aus. Wie ich das mache? Statt auf teure Ersatzprodukte setze ich auf günstige Basics. Außerdem beachte ich einige Spartipps, um mich gesund und dennoch günstig zu ernähren. Geht alles, wenn  man nur will!

 

7 dinge, die mich am vegan werden vollkommen überrascht haben

 

#4 Viele Leute fühlen sich von mir angegriffen

 
Die vegane Ernährung stößt auf Ablehnung. Natürlich war mir bewusst, dass nicht alle begeistert sein würden von meiner pflanzlichen Ernährung. Dass meine Ernährungsform jedoch so starke Emotionen in anderen (völlig unbeteiligten) Personen hervorrufen kann, hat mich überrascht. Outest du dich als Veganer, halten dich die Leute nicht nur für völlig verrückt, sie fühlen sich schnell auch persönlich angegriffen und auf den Schlips getreten. Dann verspüren sie den Drang, sich zu verteidigen. Und damit meine ich keine Reaktionen auf missionarische Gespräche (die du sowieso besser unterlassen solltest), sondern auf die alleinige Tatsache, dass da ein Veganer im (virtuellen) Raum ist. Durch die bloße Existenz fühlen sie sich bedroht. Während Vegetarier noch ein wenig Verständnis entgegengebracht wird, hört’s bei den Veganern auf. Erschreckend!
 
 

#5 Es ist leichter als gedacht

 
Vegan – das könnte ich ja nicht. Ja, so dachte ich auch lange Zeit. Viel zu kompliziert, viel zu zeitaufwändig und gar nicht mal so lecker. Von wegen! Nach einer kleinen Umgewöhnungszeit (oh Gott, was kann ich den jetzt noch essen?) hat sich rausgestellt, dass es doch noch ganz schön viel gibt, dass ich so essen kann. So viel, dass sich meine Essens-Variationen statt sich zu verkleinern, sogar noch vergrößert haben. Ich esse heute viel abwechsungsreicher als früher. Auch das Auswärtsessen gestaltet sich viel angenehmer als gedacht. Manchmal muss man es einfach mal ausprobieren und sich sein eigenes Urteil bilden.
 
7 dinge, die mich am vegan werden vollkommen überrascht haben
 
 

#6 Sich vegan zu ernähren, zieht einen riesigen Rattenschwanz nach sich…

 

Die Entscheidung, dich vegan zu ernähren hört meist nicht auf dem Teller auf. Denn eine pflanzliche Ernährungsweise zieht so einige Konsequenzen nach sich, die ich zunächst nicht erwartet hätte. Das Bewusstsein scheint sich auch auf anderen Ebenen zu erweitern. Nachdem du hinterfragt hast, wo denn dein Essen herkommt, möchtest du nun auch wissen, wie deine T-Shirts eigentlich produziert werden und was zum Teufel tierische Produkte in Kosmetik zu suchen haben. Plötzlich liegen dir die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch ganz schön am Herzen. Es fällt dir nun schwer, auch vor anderen Übeln die Augen zu verschließen. Was sich deprimierend anhört, birgt aber auch eine unglaubliche Chance, sein Leben bewusster zu gestalten und mit seinen Entscheidungen die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Schließt du dich an?
 

#7 Du findest es irgendwann komisch, wenn jemand anderes sich nicht vegan ernährt…

 

Ein Blick in den Kühlschrank deiner Family und du bist geschockt: da sind ja lauter Tierprodukte drin! Die Einkaufswagen deiner Mitmenschen magst du dir erst gar nicht angucken. Irgendwie macht man so Tag ein Tag aus sein eigenes Ding, dass man es irgendwann fast absurd findet, wenn jemand heutzutage noch Tierprodukte isst. Wozu denn auch, schließlich gibt es so viele tolle Alternativen! Für die Tiere und die Umwelt ist es auch das Beste. Außerdem sorgen Fleisch- und Milchkonsum auch noch für zahlreiche Zivilisationskrankheiten. Hat da etwa jemand das Memo nicht bekommen?

 

 

Jetzt bin ich gespannt: Gibt es etwas, das dich am Vegan sein überrascht hat? Oder hast du selbst Vorurteile, die widerlegt werden konnten?

 
 
 
7 dinge, die mich am vegan werden vollkommen überrascht haben

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28 thoughts on “7 Dinge, die mich am Vegan werden vollkommen überrascht haben

  1. lieben Lena,
    du sprichst mir da wirklich aus der Seele. ich habe haar genau dieselben Überraschungsmomente erlebt!
    du kannst dir gar nicht vorstellen, was ich für ( für mich laaaangweilige) Duskussionen mit teilweise fremden Leuten geführt habe, als ich erwähnte, dass ich mich vegan ernähre – als pb man sich dafür entschuldigen müsst! unglaublich!!!
    zum Glück gibt es aber auch die andere, interessierte Sorte :)

    hast du denn eigentlich ab und zu noch „Gelüste“ auf nicht vegane Lebensmittel?

    die liebsten Grüße und ein wundervollen Wochenende dir meine Liebe,
    ❤ Tina
    https://liebewasist.wordpress.com/
    https://www.instagram.com/liebewasist/

    1. Lena sagt:

      Oh ja, die Diskussionen kenne ich leider auch gut! Aber du hast recht, oftmals entstehen auch echt nette Gespräche daraus ;) Gelüste auf nicht vegane Lebensmittel habe ich eigentlich nicht. Klar, hab ich manchmal Lust auf etwas, das ich noch aus der Kindheit kenne oder so, aber dann mache ich einfach eine vegane Version davon und die schmeckt mir oftmals sogar noch besser ;) Wünsche dir auch noch ein tolles Wochenende, Tina :)

  2. Eva Maria sagt:

    Liebe Lena,

    ich kann deine Überraschungsmomente gut verstehen, wirklich alles kann man eben nicht bedenken. Und wenn sich engstirnig denkende Menschen grundlos von dir angegriffen fühlen, kannst du nichts dafür und es ist auch nicht dein Problem. Ich finde es super, was du machst und mag deinen Blog sehr :-)

    Liebe Grüße, Eva
    http://www.thesophisticatedsisters.com

    1. Lena sagt:

      Ach wie lieb von dir, Eva :) Vielen Dank! Mittlerweile stehe ich über sowas zum Glück drüber, aber manchmal kann es natürlich schon etwas nerven. Da hilft wohl nur ignorieren und weitermachen ;)

  3. Sandra sagt:

    Also ich finde deine Punkte echt super und kann besonders den zweiten bestätigen. Ich kann mich total voll essen mit pflanzlichen Lebensmitteln, bei Fleisch war ich immer so satt und konnte mich nicht bewegen. Der Bauch tat mir so weh, als ob es sehr schwer im Magen liegt. Jetzt fühle ich mich vitaler, befreiter und wirklich glücklich ?
    LG

    1. Lena sagt:

      Da kann ich dir nur zustimmen, Sandra! Pflanzliches Essen ist einfach viel verdaulicher und dadurch geht es einem dann einfach besser ;)

  4. Jenni sagt:

    Liebe Lena!

    Eine interessante Liste hast du zusammengetragen – bei eigentlich allen Punkten (außer beim Geldsparen vielleicht – wir geben genauso viel Geld für Lebensmittel aus wie vorher, weil wir jetzt zu ca. 90% bio kaufen) kann ich dir vollkommen zustimmen!
    Besonders die Sache mit dem Käse hat mich anfangs auch sehr überrascht – bis ich dann hinter die chemischen Gründe gestiegen bin. Dann war alles auf einmal ganz klar. Und ich bin sehr glücklich, dass der Umstieg damals letzten Endes sogar leichter von der Hand ging als gedacht – ein Grund mehr, es zu versuchen und dann dranzubleiben! :)

    Liebe Grüße
    Jenni

    1. Lena sagt:

      Danke dir, Jenni :) Schön, dass du das genauso siehst! Stimmt, wenn man vorwiegend bio einkauft, wird es natürlich noch etwas teurer. Und du hast recht, alle diese Dinge sollten einem eigentich die Angst davor nehmen, es selbst auch mal zu versuchen ;)

  5. Tabea sagt:

    Liebe Lena,

    ich kann mir gut vorstellen, dass du eben diese Überraschungen erleben durftest.

    Es ist ja wirklich oft so, dass man Dinge nach einer kurzen Entwöhnung gar nicht mehr vermisst. Ich bin zwar „nur“ Vegetarierin, aber Fleisch habe ich auch nie vermisst… der Konsum war 4 Jahre lang eher gering und versiegte dann Anfang des Jahres einfach. Und ich habe das Zeug nie vermisst.
    Ähnlich war es auch, als ich aufhörte, Süßkram zu futtern. Drei Tage ohne und schon „brauche“ ich ihn nicht mehr. Erst, wenn ich doch mal was gegessen habe, dann will ich auch am folgenden Tag wieder was ;)

    Dass sich Menschen angriffen fühlen, kann ich mir auch bestens vorstellen. Als ich nämlich an der neuen Arbeit irgendwie erwähnt, dass ich kein Fleisch esse, kam ganz verängstigt/erschrocken die Frage: „Aber vegan bist du doch nicht, oder?“ Es wirkt echt so, als wäre das der Weltuntergang gewesen…

    Die Vielfalt und das Geld – Nachvollziehbar. Das fällt mir ja schon beim vegetarischen auf – denn für gutes Fleisch muss man eben viel zahlen. Und da ich dieses Geld spare, versuche ich nach und nach immer weiter Richtung regional und bio zu gehen, weil ich eben die finanzielle Möglichkeit dazu habe :)

    Und den Rattenschwanz gab es bei mir auch: Erst soll nur der Joghurt und die Möhre bio sein, jetzt kann ich mir nicht mehr „erlauben“, normalen Käse ohne Siegel zu kaufen. Und Bio-Kartoffeln von Lidl sind auch nicht ok – die müssen doch bitte vom Bauern höchst persönlich sein ;) Und über Leder mache ich mir auch schon länger Gedanken… achja, und zum Klimaschutz wird natürlich auch wenig Auto und viel Fahrrad gefahren… man lebt einfach bewusster, wenn man ein mal an einer Ecke angefangen hat, oder?

    Die Einkaufswagen der meisten Menschen ekeln mich auch… 1/3 billiges Fleisch & Wurst, 1/3 Süßkram, ein paar Fertiggerichte und dazu dann fettarmer Fruchtjoghurt … der eigentlich „Aroma mit Zucker und unfair bezahlten Bauern“ betitelt werden müsste.
    Du siehst also, selbst wenn ich vielleicht nicht so weit gehe wie du – egal ist mir im Bezug auf meine Ernährung zumindest weniger als manchen Mitmenschen. Und darauf bin ich etwas stolz – denn ich möchte zumindest ein kleines bisschen vorbildlich sein :) Denn 70% sind zwar keine 100%, aber doch wesentlich besser als 30% ;)

    Liebe Grüße

    1. Lena sagt:

      Danke dir für deinen Kommentar, Tabea :) Na da geht es dir ja wirklich ähnlich! Super, da kannst du auf jeden Fall stolz auf dich sein! Ich denke auch, dass jeder kleine Schritt wichtig ist. Das mit den Einkaufswagen ist teilweise wirklich schrecklich… Oh mann!

  6. Antonio sagt:

    Hi,Veganer können einiges an Geld sparen,ernähre mich schon über 25 Jahre vegan.Das „missionieren“ hab ich strikt vermieden, aber in den letzten Jahren ist spürbar ein gesteigertes Interesse, auch von Fleischessern,an Fleischalternativen gestiegen. Die vegane Auszeichnung ist heutzutage echt gut,früher musste man da echt viel recherchieren. Aber leider gibt es noch immer Bereiche, die unbekannt sind,wie zb klare Obstsäfte, Sekt und Weine,die meistens mit Gelatine geklärt werden.

    1. Lena sagt:

      Wow, 25 Jahre sind ja eine lange Zeit! Super :) Das stimmt, es wird zum Glück immer mehr ausgezeichnet und es wird immer leichter. Aber du hast recht, bei Säften und Wein etc. muss man noch aufpassen.

      1. Antonio sagt:

        Finde es gut, dass Vegan so populär geworden ist,bin da auch nicht fanatisch, obwohl ich 100% Veganer bin.Jeder, der sich auch nur etwas Vegan ernährt,lebt gesünder und tut etwas für die Tiere.

        1. Lena sagt:

          Ganz genau! Ich finde auch, dass jeder kleine Schritt schon zählt :)

  7. Kirschbiene sagt:

    Huhu Lena,
    ein interessanter Post! Beim Lesen ist mir aufgefallen, dass ich auch ziemlich überrascht bin, wie wenig mir Käse fehlt. Im Grunde gar nicht. Und das war anfangs eine meiner größten Sorgen – ob ein Leben ohne Käse lebenswert sein kann *lach*. Leider sind unsere Einkäufe nicht günstiger als früher, da ich gern die eine oder andere „Luxuszutat“ wie Mandelmus oder Kakaobutter einkaufe. Doch sonst kann ich dir in fast allen Punkten zustimmen – wobei ich sagen muss, dass sich eigentlich die wenigsten Menschen durch mich angegriffen fühlen. Das war früher anders. Doch in den letzten Jahren ist mir aufgefallen, dass die meisten Leute mit Neugier oder Interesse auf mein Vegansein reagieren (oder es ist ihnen schnuppe ;-)).

    Liebe Grüße
    Bianca

    1. Lena sagt:

      Das klingt doch super, Bianca :) Ich hoffe auch, dass sich diese negative Grundstimmung irgendwann ändert und immer mehr Menschen so neugierig und aufgeschlossen reagieren. Das mit dem Käse hat mich auch total überrascht!

      1. Kirschbiene sagt:

        Die Hoffnung stirbt ja zuletzt – also hoffen wir ruhig mal, dass sich Neugier und Aufgeschlossenheit irgendwann durchsetzen werden :-).
        Liebe Grüße
        Bianca

        1. Lena sagt:

          Das hast du schön gesagt :) Ganz genau! Lieben Gruß zurück ;)

  8. *thea sagt:

    Ich esse schon länger sehr viel vegan aber doch auch noch vegetarisch bzw. selten pescetarisch. Jetzt habe ich einen Monat mal die vegan for fit challenge gemacht – das ist nicht nur vegan sondern auch noch ohne alkohol, weißmehl und zucker und gedacht, dass ich mich als erstes auf ein Stück Käse stürzen werde – und gestern – nach 28 Tagen habe ich mir gedacht: Komisch, der Käse fehlt dir überhaupt nicht! Nach deiner Erklärung mit dem Käse wird mir so einiges klar! Ich bin mittlerweile einen groß Schritt weiter Richtung Veganismus gekommen. Werde auch in Zukunft zuhause nur noch vegan essen und wenn ich eingeladen bin oder im Restaurant mal vegetarische Ausnahmen machen. lg

    1. Lena sagt:

      Ach super, das klingt ja mega gut! :) Toll, dass du das so gut durchgezogen hast. Dein Plan klingt doch super :)

  9. Natira sagt:

    Ein schöner Beitrag, bei dem ich ganz viel Zustimmung verspüre.

    Was mich am Veganwerden / -sein noch überrascht hat, ist, dass es so schwer ist, veganes Brot zu kaufen und dass ich viel weniger Schokolade essen möchte als vorher. Obwohl es auch überraschend leckere Schokolade ohne Tier drin gibt…

    1. Lena sagt:

      Vielen Dank dir, Natira! Stimmt, das mit dem Brot ist leider richtig. Echt verrückt, wo überall tierische Produkte eingemischt werden. Und du hast recht, mittlerweile gibt es auch tolle vegane Schokolade auf dem Markt :)

  10. Aska sagt:

    Käse…….war der Grund, warum ich es jetzt wirklich mit vegan versuche. Ich habe immer Käse gegessen, sehr sehr gerne. Von veganem wurde mir übel (selbst wenn ich es nicht wusste!). Im laufe diesen Jahres kam es schleichend, dass ich immer weniger Käse gegessen hatte. Angefangen von Parmesan über Cheddar und zum Schluss Frischkäse (obwohl ich den immer pimpe). Wie ich bei einer Freundin dann sah, dass es die Sylter Salatsauce in vegan sah war für mich klar: Ich versuche es! Letzten Monat habe ich noch Reste an Joghurt und Käse aufgebraucht, jetzt habe ich noch eine Sahne im Keller stehen. Die werd ich wohl mal innen Foodsharer stellen, wenn ich mal wieder in der Stadt bin.

    Angegriffen fühlt sich bisher noch keiner von mir. Mir wurde nur schon mehrfach gesagt, dass ich ja wohl spinne. Ich mit meinen ganzen Unverträglichkeiten will vegan leben? Muhahahaha! Das halte ich doch niemals durch! Außerdem gibt´s doch nix, was ich noch essen kann.
    Mh. Komisch. Mein Kühlschrank ist so voll wie immer – und an Ersatzprodukten habe ich nur Pflanzen-Drink, vegane Salatasauce, vegane Maya und Kokos-Joghurt drin. Kein „Fleisch“, kein „Fisch“, kein „Käse“.
    Nur schon vorher meinte ein jeder darüber reden zu müssen, dass vegetarisch ja so schädlich ist. Und das ohne das ich überhaupt einen Ton sagte, nur weil ich das gegrillte Fleisch nicht mitgegessen habe sondern bei meinem Gemüse blieb….

    Auch achte ich jetzt noch mehr darauf, Mehrweg oder Glas zu kaufen. Nicht immer einfach, grad wenn man auf Hülsenfrüchte verzichten muss. Kokosjoghurt habe ich noch nicht im Glas gefunden. Da ich den aber eh versuchen möchte selbst zu machen (sobald ich nen Joghurtmacher habe), werde ich da im Moment noch die Augen zudrücken.

    Komisch das andere nicht vegan/vegetarisch leben kommt mir bisher nichts vor. Es geht mir nur mittlerweile tierisch aufn Schnürkeks, wenn ich bei Freunden bin. Sie Fleisch ist und ihr übertriebenes „Mmmmmh boah ist das lecker. Mmmmmh das schmeckt aber!“ kommt. Seitdem ich ihr mal als Retourkutsche auf ihr „Sieht ja komisch aus, was du da isst mit diesen komischen Pilzen“ nur noch antwortete „Dann iss halt weiter deine Leichenteile!“ nimmt sie sich wenigstens zurück. Da wir aber schon länger nicht mehr gemeinsam gegessen haben, habe ich da eh meine Ruhe. Wenn sie es unterwegs „abzieht“ dann gehe ich einfach weiter, irgendwo hab selbst ich tolerantes Wesen meine Grenzen erreicht.

    Im Moment habe ich mit einer anderen Freundin eine Wette laufen. Sie meinte, dass sie mit 250 Euro im Monat für *eine* Person niemals vegan leben könnte. Das wäre viel zu teuer.

    Nun versuche ich diesen Monat mit 250 Euro hinzukommen. Was eigentlich ein Klacks sein sollte. Alles in allem werden es wohl um die 300 Euro werden. Diese 250 Euro sind nur für Lebensmittel vorgesehen! Alles andere, Hygiene-Medikamente-Kaninchen ist außen vor. Und wegen der Medikamente werde ich mich wohl auch nie Veganer nennen, sondern nur sagen, dass ich mich vegan ernähre. Aber ein Veganer bin ich nicht. Auf die Medis verzichten ist nicht, dann würde ich innerhalb kürzester Zeit ersticken :/

    1. Lena sagt:

      Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar, Aska :) Hehe das mit der Wette ist ja witzig! Drücke dir auf jeden Fall die Daumen dafür! Doofe Kommentare aus dem Umfeld lassen sich wohl leider nie so ganz vermeiden. Da hilft nur, weiterhin sein Ding zu machen und sich nicht beirren zu lassen ;)

  11. Hahahah, vor allem Punkt 7 trifft zu 100% auf mich zu! ;D So lustig, wie ich dann oft irgendeinen Kuchen seh und irgendwie von selbst davon ausgeh, dass er ja vegan sein MUSS – weil, wer isst schon was anderes? :P
    Kurz darauf werd ich dann wieder auf den Boden der Tatsachen geworfen, haha ;)

    1. Lena sagt:

      Hehe ja, das kenne ich tatsächlich gut :P Bin an der Supermarktkasse auch immer wieder überrascht, dass solche Sachen tatsächlich gekauft werden ;)

  12. Lisa sagt:

    Als mein Mann seiner Family erklärte, dass ich Vegetarier bin, fragten sie zuerst ob ich in einer Sekte sei und dann ob ich ne Krankheit bzw. Unverträglichkeit habe.
    Jetzt in der Fastenzeit versuche ich es vegan und finde es mega schwer meine Angewohnheiten zu ändern (gerade Käse und Schokolade). Mein Bruder will die Fastenzeit vegetarisch essen und bekam auch schon zu hören, dass er dann nicht mehr wachsen wird, keine Muskeln bekäme und das doch eh nur was für Frauen sei….
    Ich will niemanden belehren aber manchmal denke ich so falsch wäre das auch nicht. Gerade was die Umwelt angeht… es ist eher so, dass ich nicht diskutiere weil es nichts bringt.
    Inzwischen machen sich die Leute eher sorgen um meine Kinder, ob ich den armen Würmchen auch ihr gutes Fleisch vorenthalte.

    Kurze Frage: was kann denn tierisches in Brot vorkommen?

    1. Lena sagt:

      Ach Gott, solche Kommentare kenne ich gut. Echt schade! Aber da muss man sich leider einfach ein dickes Fell zulegen und da drüber stehen.
      In industriellem Brot ist manchmal Milchsäure, Butter oder auch andere Milchprodukte enthalten. Manchmal auch andere Zusatzstoffe (z.B. E-Nummern), die tierischer Natur sein können.

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