November 18, 2018

(Anzeige) 7 Tipps für weniger Plastik im Alltag

(Anzeige) 7 Tipps für weniger Plastik im Alltag

Weniger Plastik ist Meer – zu diesem Motto war ich vor kurzem zu einem spannenden Workshop WDC (Whale and Dolphin Conservation) eingeladen. Nachdem ich anschließend mit jeder Menge neuer Informationen im Kopf wieder heimgefahren bin, entschloss ich mich zu diesem Artikel. Zum einen, um das Gelernte mit dir zu teilen und zum anderen, um Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man im Alltag auf Plastik verzichten kann. Dann mal los!

 

Wusstest du, dass in Deutschland jede Minute etwa eine Tonne Plastik ins Meer gelangt? Deutschland ist tatsächlich der größte Plastikproduzent Europas! Mir 617 kg Haushalts- und Verpackungsabfällen pro Einwohner jährlich liegen wir weit über dem EU-Durchschnitt. Der Rhein gehört damit zu den Flüssen, die weltweit am stärksten mit Mikroplastik belastet sind.

 

So kommt das Plastik ins Meer

 

Tipps für weniger Plastik im Alltag Infografik

 

Jährlich strömen übrigens weltweit gesehen 4,8 – 12,7 Mio. Tonnen Plastik ins Meer. Das entspricht einer Masse von 26.000 bis 70.555 Blauwalen!

Plastik ist biologisch nicht abbaubar, d.h. dass es nicht Organisches gibt, das Plastik abbauen kann. Die Lebenszeit einer Plastikflasche liegt damit mindestens bei 450 Jahren!

Tipps für weniger Plastik im Alltag Infografik

Das ganze Plastik im Meer stellt eine lebensbedrohliche Gefahr für Wale und Delfine dar. Fast alle Meerestiere sind von der Meeresverschmutzung betroffen. Etwa 80 Prozent, des Mülls, der später im Meer landet, stammt vom Land. Die traurige Wahrheit: Es wird im Jahr 2050 mehr Plastik im Meer geben als Fische, wenn wir nichts dagegen tun. Im Folgenden verrate ich dir daher ein paar Tipps, wie du im Alltag Plastik vermeiden kannst.

 

7 Tipps, für weniger Plastik im Alltag

weniger Plastik im Alltag tipps

 

#1 Jutebeutel statt Plastiktüte

Die Gebrauchszeit einer Plastiktüte liegt bei nur 25 Minuten! Beim nächsten Einkauf kannst du besser auf einen mitgebrachten Jutebeutel zurückgreifen. Um Obst oder Gemüse zu wiegen oder separat zu verpacken, empfehlen sich Stoffnetze, die wiederverwendbar sind.

 

#2 Gläser statt Konserven

Statt Plastikverpackungen oder Konserven kann – sofern es möglich ist – besser Glas im Einkaufskorb landen. Dieses kannst du anschließend für andere Zwecke weiter einsetzen.

 

#3 Einkaufen im plastikfreien Supermarkt

Zum Glück gibt es mittlerweile schon zahlreiche verpackungsfreie Supermärkte, in denen es sich einkaufen lässt. Preislich gesehen sind diese – auf lange Sicht gesehen – übrigens gar nicht so viel teurer: Vor allem im Vergleich zum herkömmlichen Bioladen kann man hier sogar noch sparen. Eine Liste mit den verpackungsfreien Supermärkten in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz findest du hier.

 

#3 Mehrwegbecher beim Coffee to go

320.000 Coffee to go werden pro Stunde in Deutschland gekauft. Wer sich das einmal bildlich vorstellt, merkt wie viel Müll dabei zusammenkommt. Was für die meisten selbstverständlich ist, möchte ich hier dennoch noch einmal hervorheben: Wiederverwendbare Kaffeebecher sollten für einen Kaffeejunkie der ständige Begleiter sein.

 

#4 Leitungswasser statt PET-Flaschen

Jährlich werden weltweit rund 89 Mrd. Liter Wasser in Plastikflaschen abgefüllt. 80 % dieser PET Flaschen landen dann wieder im Müll, während der Rest in die Umwelt gelangt. Bei Leitungswasser handelt es sich um ein umweltschonendes und nachhaltiges Getränk, da es keine Verpackung sowie Transport benötigt und zudem auch noch regional ist. Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist übrigens enorm hoch. Bei dem örtlichen Wasserversorger lässt sie sich  ganz einfach testen. Mit nur 0,2 Cent pro Liter ist Trinkwasser zudem unglaublich günstig! Falls du Wasser doch kaufen möchtest, kannst du zu Glasflaschen greifen.

Gut zu wissen: In Deutschland wird nie mehr Wasser dem Kreislauf entnommen, als sich auch natürlich wieder nachbildet.

Für unterwegs gibt es übrigens eine App, die über kostenlose Trinkbrunnen unterwegs informiert. Auch im Restaurant lohnt sich das Nachfragen, denn häufig bekommt man auch hier auf Wunsch Leitungswasser serviert.

weniger Plastik im Alltag tipps

#5 Lunch to go ohne Plastik

Den Lunch unterwegs kann man sich auf Nachfrage oft auch in mitgebrachte Bento-Boxen aus Edelstahl oder Gläser füllen lassen. Auch das vorbereitete Essen von zu Hause kann so ganz umweltfreundlich verpackt werden.

Kleiner Tipp: Beim Bestellen von Getränken immer daran denken, diese ohne Strohhalme zu bestellen.

 

#6 Kosmetik selbst gemacht

Um auch im kosmetischen Bereich Verpackungsmüll zu sparen, kannst du zum Beispiel auf selbstgemachte Kosmetik wie DIY Deos  oder die No Poo-Methode zurückgreifen. Seife oder Shampoo kann man mittlerweile auch super in fester Form ohne Verpackung kaufen.

 

#7 Kein Plastik im Badezimmer

Die Zahnbürste aus Bambus, das Waschpulver im Karton, Ohrstäbchen ohne Plastik – es sind die Kleinigkeiten, die summiert gesehen den Unterschied machen können. Versuche auch im Badezimmer darauf zu achten, möglichst plastikfrei zu leben. Vorsicht ist übrigens bei vielen Shampoos, Sonnenmilch und Duschgels geboten, die (teilweise ohne Hinweis) Mikroplastik enthalten. Hier solltest du nach dem Wort „Polyphene“ Ausschau halten.

 

 

Wie du siehst, gibt es viele Wege an denen man ansetzen kann. Von heute auf morgen komplett plastikfrei zu leben, ist in unserer heutigen Welt wohl eher unrealistisch. Mach dir aber bewusst: Jede positive Handlung kann für ein bisschen weniger Plastik in den Meeren sorgen und damit potenziell ein Individuum retten sowie zum Umweltschutz beitragen. Jeder kleine Schritt zählt!

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9 thoughts on “(Anzeige) 7 Tipps für weniger Plastik im Alltag

  1. Tabea sagt:

    Also wie viel Plastik im Meer landet ist echt grausam… Allerdings gibt es gerade in Kleinstädten wie meiner vieles nicht ohne Plastik. Ich versuche dann meist lieber, auf bio als auf Plastik zu achten…
    Aber coffee zu go trinke ich eh nicht und seit Jahren gibt es schon ausschließlich Leitungswasser, weil es umweltschonend, günstig und praktisch ist.

    Bei Seife bin ich mit dem Auszug von Zuhause auch auf Stücke umgestiegen.

    Liebe Grüße

    1. Lena sagt:

      Super, dass du schon so viele der Tipps beherzigst, Tabea! Ich finde diese Summe auch echt erschreckend. Hoffen wir mal, dass wir gemeinsam noch etwas daran ändern können!

  2. Johannes sagt:

    Genau, man sollte sich das Problem einfach bewusst machen und einfach anfangen und dann stets optimieren. Ich habe mir als ersten Schritt mal eine Soulbottle gekauft und verzichte einfach auf Plastiktüten im Supermarkt. Eigentlich total easy die ersten Schritte…

    1. Lena sagt:

      Du sagst es, Johannes! Solche kleinen Schritte sind echt super easy umzusetzen ;) Super, dass du mit so gutem Beispiel voran gehst!

  3. Mary sagt:

    Hallo Lena,
    ich träume schon lange von einem plastikfreien Supermarkt in meiner Nähe! Hülsenfrüchte & Co. in selbstmitgebrachte Gläser abfüllen? Zuhause nicht mehr umfüllen müssen? Plastiktonne abschaffen oder nur noch alle paar Monate rausstellen? Ich bin sofort dabei! Leider ist da (noch) nichts in Aussicht. In der Zwischenzeit versuche ich bei Kleinigkeiten zu sparen. Die Ohrenstäbchen sind eine gute Idee! Kann mich gar nicht daran erinnern, je welche ohne Plastik gesehen zu haben *grübel* Muß ich beim nächsten Einkauf drauf achten. Duschgel und Shampoo habe ich ohnehin abgeschafft – geht auch einfach nur mit Wasser ;-) Seife… ja die muß schon manchmal sein – und Flüssigseife ist so schön praktisch :-// Vielleicht kann man die ja auch selbst herstellen? Wäre doch vielleicht eine Verbesserung. Das werde ich mal ausprobieren :-)
    Liebe Grüße,
    Mary

    1. Lena sagt:

      Vielen lieben Dank für dein Feedback, Mary :) Toll, dass du da so mit gutem Beispiel vorangehst. Bei uns gibt es in den Bioläden teilweise auch immer mehr Unverpackt-Ecken, in denen man sich alles ohne Plastik selbst abpacken kann, zum Beispiel in der Biocompany. Hoffen wir mal, dass sich dieses Angebot auch deutschlandweit noch ausweiten wird. Stimmt, das mit der Flüssigseife wäre wirklich praktisch. Vielleicht gibt es da ja auch Angebote bzw. Rezepte. Müsste man mal recherchieren ;)

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